Geschichte

Eleonore und Hermann Hammer sind ein gut eingespieltes Winzer-Team - vielleicht, weil sie erst über Umwege zum Weinmachen gekommen sind. Er, der gelernte Fotograf, verdient sich seine Sporen in Europa und Afrika, bevor er Mitte der 1970er Jahre nach Österreich zurückkehrt und sie, die Mitarbeiterin im Elektrounternehmen ihrer Eltern und echte Power-Frau, kennen- und lieben lernt.

Nach Hochzeit und der Geburt ihres Sohnes Markus stehen beide erst (im Elektro-Betrieb) unter Strom, dann im Weingarten, bis sie sich nur mehr letzterem widmen. Aus dem anfänglichen Hobby Weinbau wird Anfang der 1990er schnell Beruf und Berufung, die auf sechs Hektar Rieden ausgelebt werden. Im legendären Buschenschank wird Hammer Wein zu selbstgemachten Schmankerln von Eleonore kredenzt und oft und gerne ausgiebig gefeiert.

Qualität, die man schmecken soll

Nach und nach wird die Hammer-Herangehensweise an den Weinbau immer professioneller: Der Keller wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht und der Ertrag der Weingärten rigoros eingeschränkt. Die Arbeit im Weingarten wird nicht ausgelagert, sondern von den beiden selbst und mit allergrößter Sorgfalt ausgeführt. Alles für die beste Qualität, die man schmecken soll.

So viel Einsatz hat sich ausgezahlt: Bereits 1996 werden die Hammers mit ihrem Welschriesling Landessieger, ihr Grüner Veltliner wird in den Salon Österreichischer Wein aufgenommen. Viele international renommierte Weinprämierungen, von weiteren Salonsiegern bis Weinweltmeistern, folgen (wer's genau wissen will, siehe Menüpunkt Auszeichnungen).

Hermann Hammer ist glücklich über den eingeschlagenen Weg: "Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als in der Natur zu arbeiten und etwas aus ihr zu gewinnen, das in der Gesellschaft einen maximalen Stellenwert genießt. Wein ist eines der ältesten Kulturgüter der Welt. Und doch gibt es immer wieder Möglichkeiten, das Vinifizieren zu verändern, zu verfeinern und zu verbessern. Dazu gehört auch eine gewisse Besessenheit – sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben, ist mir nicht genug. Meine Frau und ich arbeiten weiter daran, zu den Besten zu gehören."

Dabei erhalten sie seit 2009 auch kräftige Unterstützung von Sohn Markus, der sich als Kunsthochschulabsolvent und Neue Medien-Spezialist weg vom Desktop in die Kulturlandschaft der Ruster Weingärten gestürzt hat - und er bereut es nicht: "Die Arbeit mit Wein ist unmittelbar, jeden Tag neu und inspirierend."

Seit dem Jahrgang 2015 befinden wir uns in Umstellung auf biologischen Weinbau - ein weiteres Puzzlestück in unserem Streben nach einzigartigen Weinen.